Fische

Wenn wir jung sind, liegen unsere Ängste noch offen, wie in einem klaren See, dessen Oberfläche sich kräuselt. Wie die Fische vertreiben, deren Antlitze uns schaudern lassen? Wir können Alkohol in den See kippen, Drogen, den Rauch von Partys, das ganze Plastik, das wir über die Jahre anhäufen, und Blätter voll Arbeit, bis der See trüb ist und wir die Fische nicht mehr sehen. Aber sie sind noch da, was uns immer ein leises Unbehagen bereiten wird. Manchmal streift uns etwas und wir erschrecken fast zu Tode. Wenn wir darauf kommen, dass es ein Fisch gewesen sein muss, können wir beschließen, ihn zu fangen – und es wird sehr viel schwerer sein als damals, als wir jung waren.

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